Durch Systematische Innovation das Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen

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Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle, ihre Organisationsstruktur und ihre Denkmuster zu hinterfragen und systematisch neu zu organisieren. Wie können Unternehmen aber konkret proaktiv Innovationen generieren und am Markt erfolgreich umsetzen? Systematische Innovation ist ein Konzept, das sich in der Praxis bewährt hat. In diesem Artikel erfahren Sie, an welchen Punkten Sie in Ihrem Unternehmen ansetzen müssen und was es zu beachten gilt.

Kreativität mit System

Systematische Innovation – was zunächst wie ein Widerspruch klingt, ist ein wissenschaftlich erprobtes Konzept. Kreativität und Innovation sind den meisten nicht in die Wiege gelegt, sondern lassen sich mit den richtigen Methoden fördern und lernen. Systematische Innovation basiert auf

  • wissenschaftlich nachgewiesenen Innovationsmustern,
  • einer strukturierten und methodisch fundierten Vorgehensweise,
  • eem Überwinden etablierter Denkmuster.

So ist es möglich, Paradigmen und strukturelle Fixierungen in einer Organisation zu überwinden und das Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen.

Innovationszyklen beschleunigen sich: Der frühe Vogel fängt den Wurm

Digitalisierung ist so viel mehr als Breitbandausbau und die Nutzung moderner Kommunikationstechnologie. Sie beschleunigt Innovationszyklen und revolutioniert die hierarchischen Verhältnisse in Unternehmen. Digitalisierung bedingt Transparenz und Vernetzung. Wer schnell agiert und zu den Vorreitern gehört, hat die Chance auf großes Wachstum. Der „Early Bird“ fängt den Wurm. Voraussetzung aber ist, alte Prozesse ohne Wenn und Aber in Frage zu stellen und etablierte Denkmuster hinter sich zu lassen. Nur dann können echte Innovationen geschaffen werden, die Unternehmen voranbringen.

Systematische Innovation: Welche Fragen sollten sich Unternehmen stellen?

Um das Potenzial der Digitalisierung in allen Bereichen möglichst auszuschöpfen, sollten sich Unternehmen systematisch mit den verschiedenen Bezugsgruppen beschäftigen und sich an folgenden Fragen orientieren:

  • Kunden und Mitarbeiter: Wie können wir Netzwerke (Social Media, Social Intranet) nutzen? Wie können wir Interaktion und Vernetzung weiter fördern? Wie können wir Loyalität und Bindung an unser Unternehmen stärken?
  • Geschäftsmodell und Wettbewerb: Welche Plattformen können wir anbieten (statt Produkte)? Wie können wir aus Konkurrenten Partner machen? Welche neuen Marktteilnehmer gibt es, und wie gehen wir mit ihnen um?
  • Big Data: Welche Daten erhebt unser Unternehmen? Welche Daten sollten wir zusätzlich generieren? Welche Informationen lassen sich aus diesen Daten ableiten? Wer könnte davon profitieren?
  • Innovation: Haben wir eine offene und transparente Fehlerkultur? Wie können wir eine solche schaffen? Ermöglichen wir Lernen durch Experimentieren? Wie können wir eine Innovationskultur schaffen?
  • Wertschöpfung: Welchen Nutzen bieten wir unseren Kunden? Welchen Einfluss haben neue Technologien auf unsere Wertschöpfung? Ist unser gegenwärtiges Geschäftsmodell noch aktuell?

Mit Systematischer Innovation zum Erfolg

Mit ausgewählten Innovationsmethoden lassen sich in den genannten Dimensionen etablierte Denkmuster hinterfragen und Gewohnheiten überwinden. Anders als viele so genannte Kreativmethoden ermöglicht das Konzept der systematischen Innovation echte Innovationen. Das bedeutet, der Status quo wird in Frage gestellt, etablierte Denkmuster und Paradigmen überwunden.

Grundlage Systematischer Innovation ist die Erkenntnis, dass rund 80 Prozent von Innovationen sich auf einem von fünf Innovationsmustern basieren. So können

  • etablierte und akzeptierte Denkmuster aufgebrochen werden.
  • Branchenlogiken hinterfragt werden.
  • neuartige Konzepte mit hohem Nutzwert entwickelt werden.

Tipps: Erfolgreiche Digitalisierung durch Systematische Innovation

Aus unserer praktischen Erfahrung heraus hat sich bei der Systematischen Innovation ein schrittweises Vorgehen bewährt:

  1. Schritt: Anwendung der bekannten Innovationsmuster auf die oben genannten Dimensionen der Digitalisierung
  2. Schritt: Ausarbeitung von Digitalisierungskonzepten für jede Dimension
  3. Schritt: Betrachtung dimensionsübergreifender Wirkungszusammenhänge
  4. Schritt: Entwicklung eines ganzheitlichen Digitalisierungskonzeptes.

Mit der Anwendung agiler Methoden lässt sich das Einführungsrisiko von Innovationen verringern, da sie eine kostengünstige und vergleichsweise risikoarme Validierung der Nutzenhypothesen ermöglichen.

Was es noch zu beachten gilt: Wie bei allen Konzepten können intervenierende Variablen Ergebnisse verfälschen. Hinsichtlich der Systematischen Innovation sollte man darauf achten, dass auch miteinbezogene Dritte wie zum Beispiel potenzielle Kunden etablierte Denk- und Gebrauchsmuster haben, die der Entwicklung innovativer Leistungsangebote im Weg stehen. Diese unerwarteten Faktoren gilt es vorab zu berücksichtigen und gegebenenfalls auszuschalten.

Quelle Titelbild: © Robert Kneschke | ­­fotolia.com

2 Kommentare zu “Durch Systematische Innovation das Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen

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